Analer Orgasmus

Orgasmus analDas Lustzentrum der Frau ist die Klitoris. Ausgiebige Stimulationen an dieser Stelle führen üblicherweise zum Höhepunkt. Dennoch ist auch der Anus hochsensibel und empfänglich für manuelle Reize, denn er ist reichlich mit Nervenenden versehen. Wie die Vagina, kann sich der Schließmuskel am Anuseingang zusammenziehen und wieder entspannen. Wenn ein Finger hineingesteckt wird, öffnet der Eingang sich zunächst, schließt sich jedoch sofort wieder und zieht sich eng um den “Eindringling“ zusammen.

 

Natürlich ist dieses Gefühl für einen Mann, dessen Penis in den Anus der Partnerin  eingedrungen ist, besonders aufregend. Er hat das Empfinden, dass sein Penis im Innern der Frau liebevoll massiert und geknetet  wird. Wie eine enge Manschette schließt sich der hintere Muskel um das Glied und verursacht einen leichten Blutstau. Dieser Blutstau macht seine Erektion noch praller.

 

Auch für die Partnerin bedeutet das Eindringen reines Wohlgefühl. Einige Anusmuskeln setzen sich direkt bis zu den Genitalien fort und übertragen die lustvollen Bewegungen und Reibungsreize  auch auf andere Körperteile. Die Erregung, die am Anus entsteht, setzt sich vibrierend auf weitere Muskeln fort. Die Vagina guckt, als würde das Glied sie und nicht den After beglücken.

 

Männer sprechen beim Analorgasmus von einem „starken Gefühl“, von einer „explosionsartigen Entladung“ und einer wonnevollen Entladung“. Frauen beschreiben ihren analen Höhepunkt mit Worten wie „süss und wild“, „aufwühlend wie ein Erdbeben“ oder „bizarr, irre, einfach wahnsinnig“.

 

Sexualwissenschaftlich lassen sich diese Aussagen durch den rein physischen Vorgang beim Analkoitus nachvollziehen. Das Gefühl eines Mannes, um dessen Glied sich ein kräftiger Frauenschließmuskel legt, ist natürlich ganz anders und viel intensiver als beim herkömmlichen Koitus. Der feste Muskelring zieht sich um seine empfindliche Eichel zusammen und stimuliert seine Lustnerven auf neue, unbekannte Weise. Ganz anders als in der Vagina, die sich ja dehnt und anpasst, hat er das Empfinden ungeheurer Spannung. Das Glied brennt und kitzelt, es scheint immer stärker anzuschwellen und schließlich kommt es zu einer heftigen, zuckenden Entladung. Die Samenflüssigkeit entleert sich mit hohem Druck in den Anus und gibt dem Mann das Gefühl einer Befreiung und Erlösung. Hinterher ist er oft stark ermattet, regelrecht ausgelaugt und zerschlagen – aber im wahrsten Sinne des Wortes „befriedigt“.

 

Bei der Frau sind die Empfindungen noch stärker. Die heftige Reizwirkung, die das stoßende Glied am Anuseingang bewirkt, überträgt sich nicht nur auf die Vaginaregion, sondern über das ganze Becken. Die bebenden Kontraktionen, die dabei auf Gedärm, Muttermund und Eierstöcke überspringen, erzeugen ein wildes, rasendes Gefühl im Unterleib. Ein Gefühl des Fließens, des Wogens, der Wärme in sämtlichen Eingeweiden löst Glücksgefühle und Höhepunkte aus. Atem und Puls beschleunigen sich. Viele Frauen geben beim analen Orgasmus laute, wonnige Schreie von sich, während sie beim vaginalen Höhepunkt doch meist stumm bleiben. – „Es ist wie ein warmer Strom, der vom Hintern durch den ganzen Körper zieht – bis in die Haarspitzen“, sagt eine junge Frau, die den Analsex seit zwei Jahren regelmäßig mit ihrem Mann praktiziert. Nach jedem analen Höhepunkt fühlt sich diese Frau „herrlich frisch und pudelwohl… Ich bin dann überhaupt nicht erschöpft, sondern richtig aufgekratzt. Ich könnte das gleiche sofort wieder tun…“

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