Vagina und anal

Kann oft wiederholter Anal-Sex dazu führen, dass der “normale“ Verkehr kaum oder gar nicht mehr ausgeübt wird? Sind die starken Reize beim Anal-Koitus so erregend, dass der vaginale Koitus bald als müder Abklatsch abgetan wird? Wohl kaum. Sexfreudige Paare werden gerade den Wechsel zwischen Vagina und Anus als besonderen Reiz empfinden. Die Partnerin, deren Klitoris beim Sexkontakt ja besonders auf Stimulierungen durch den Penis reagiert, wird immer wieder nach Scheidenverkehr verlangen, auch dann, wenn ihr Mann die analen Freuden vorzieht.

 

Doch beides ist leicht in Einklang miteinander zu bringen. Ein analkundiges Paar kann in den schönsten Stunden nach dem Vorspiel mit einem normalen, herrlich aufregenden Koitus beginnen. Und es spielt keine Rolle, ob die Partnerin bereits jetzt ihren ersten Höhepunkt hatte, denn der wiederholte Orgasmus ist für jede Frau etwas Erstrebenswertes. Der Wechsel von der Scheide zum Anus kann inmitten der Liebesbegegnung dann fast spielerisch vollzogen werden und dem Beischlaf sozusagen die Krone aufsetzen.

 

Der Übergang vom Vaginal- zum Anal-Verkehr ist also jederzeit möglich und völlig unbedenklich. Niemals aber sollte es umgekehrt sein! Wer es zuerst  anal und anschließend vaginal treibt, geht ein hohes hygienisches Risiko ein, erst recht, wenn dieser Wechsel übergangslos und ohne vorherige Reinigung des Penis stattfindet. Wird das Glied unmittelbar nach dem Analverkehr in die Scheide eingeführt, können Darmbakterien oder andere gesundheitsgefährdende Keime direkt in den weiblichen Unterleib übertragen werden. Daraus können gefährliche Erkrankungen wie Entzündungen der Eileiter, der Eierstöcke oder des Muttermundes entstehen.

 

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